Schottland-Urlaub Teil 9 – Regenwetter

Der Regen durchkreuzte heute Morgen unsere Pläne und so kuschelten wir uns nochmal in die warmen Decken ein. Wir merken uns: auf unsere Wetter-App ist hier kein Verlass.

Nach kurzem Hunde-Gassi und einem gemütlichen Frühstück vertrödelten wir den Vormittag, bis es uns doch irgendwann nach draußen zog.

Wir entschieden uns spontan für einen Besuch im Skye Museum of Island Life, einer Art Freilichtmuseum, die das Leben der Kleinbauern von damals zeigt. Hunde durften mit aufs Gelände, nur nicht in die Häuser hinein, also wechselten wir uns bei jedem Haus ab.

Es gab Häuser mit ausgestatteten Wohnräumen, einem Webstuhl inkl. Spinnerei und Garnrollen, Handwerkszeug für Schuster, ein Post-Office und eine Schmiede. Auf dem Außengelände standen Ackergeräte und ein altes Fischerboot verteilt, so dass wir uns in das damalige Leben intensiv hinein fühlen konnten. Wir stellten uns hinterher die Frage, wie es nur dazu kommen konnte, dass heutzutage Luxusprobleme wie „funktioniert hier WLAN“ die Menschheit beschäftigen.

Vom Museum aus führte ein Weg zum Friedhof von Kilmuir. Schon von Weitem erkennten wir das beeindruckende Grab von Flora MacDonald – sie war die Fluchthelferin von Bonnie Prince Charlie, dem Anführer des Jakobitenaufstands, der in Culloden sein trauriges Ende nahm. Doch nach der gescheiterten Rebellion führte sie noch ein langes Leben, teilweise sogar in Nordamerika. Wieder zurück wurde sie vom reisenden Dr. Samuel Johnson besucht, der später die Worte für ihr Grab verfasste. Als sie starb, war das Begräbnis das größte, das jemals auf Skye stattgefunden hat (Quelle: www.myhighlands.de).

Faszinierende Geschichten konnten wir auf den alten Steinen nachlesen.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz grasten die Schafe direktem Straßenrand. Wir fuhren vorsichtig vorbei und staunten über die stoische Gelassenheit, die die Schafe an den Tag legten. Nach diesem Ausflug machten wir es uns bei Tee und Keksen gemütlich.

Schottland-Urlaub Teil 8 – Entspannung

Nach all der Aufregung gestern ließen wir es am 21. Juli 2025 ruhig angehen. Wir spazierten in der Umgebung des Campingplatzes herum – umgeben von Schafen, Schweinen und Hühnern.

Anschließend wanderten wir bis zum nächsten Örtchen Edinbane.

Nach dem Mittagessen gab es ein kleines Eis vom Campingplatz-Shop und eine gemütliche Runde Elasund, wir stellten fest, das Spiel war auch für zwei Personen gut geeignet.

Die Versicherung ist bezüglich des kaputten Fensters informiert und sonst gaben wir uns noch einigen Zukunftsträumen hin. Ein rundum entspannter Tag mit viel Ruhe.

Schottland-Urlaub Teil 7 – auf zur Isle of Skye

Am 20. Juli 2025 fiel der Abschied vom Loch Lomond nicht besonders schwer, da sich das Wetter ganz zugezogen hat

Nach dem Frühstück ging es los in Richtung Isle of Skye. Gefühlt endlos lang zog sich der Loch Lomond durch das schmale Tal und dann kamen wir endlich in die Highlands. Die Landschaft wurde karger und die Berge deutlich höher. Lange Zeit gab es auch keine Häuser weit und breit zu sehen. Die Berge wurden teilweise sogar von der dichten Wolkendecke verschluckt, auf der Straße hatten wir jedoch immer gute Sicht.

Irgendwo in den engen Kurven zwischen Glencoe und Glen Etive knallte es plötzlich und unser Zusatzspiegel klappte etwas ein. Ein entgegenkommendes Wohnmobil war zu dicht in der Mitte gefahren und hat uns mit seinem Spiegel touchiert. Anhalten war auf der engen und stark befahrenen Straße nicht möglich und auf den ersten Blick war alles in Ordnung, also Spiegel während der Fahrt wieder ausgeklappt und bis zum Campingplatz weitergefahren.

Dort trübte dann leider ein kaputtes Fenster die Begeisterung über den schönen Stellplatz. Erstmal Bilder für die Versicherung gemacht und ein paar Tränen vergossen. Meine geliebte Henriette war kaputt.

Zum Glück lag eine etwas größere Scherbe auf dem Bett , so dass wir die Scheibe für den Urlaub und die Weiterfahrt mit Panzertape sichern und vor Wassereintritt schützen konnten.

Stefan tröstete mich und so versuche ich nun, mir den Urlaub und die Schönheit von Skye nicht verderben zu lassen. Morgen telefonieren wir mit unserem Versicherungs-Fachmann und dann wird es später sicherlich ein neues Fenster geben, auch wenn das für unsere Old Lady nicht ganz so leicht zu organisieren ist.

Wir konzentrieren uns nun weiter auf eine besonders schöne Zeit und genießen unseren wunderschönen Stellplatz auf dem Skye – Camping and Caravanning Club Site.

Was für eine herrliche Aussicht!

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