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B-Wurf – Geburtsbericht

Am 31. März 2026 war die Temperatur morgens um 9 Uhr auf 36,5 Grad gesunken. Wir arbeiteten erstmal noch im Homeoffice und Doria stand um 14 Uhr hechelnd und zitternd vor mir. Ich hatte Chef und Kollegen auf diesen Fall vorbereitet, beruhigte Doria erstmal und verabschiedete mich dann in den Feierabend und Urlaub über Ostern. Da war sie also, die Vorbereitungsphase zur Geburt – wir hatten nun Tag 60 der Trächtigkeit und alle Welpen sollten fertig entwickelt und bereit sein.

Bis 16:30 Uhr war Dorias Temperatur auf 36,3 Grad abgesunken. Die Zeit bis dahin verbrachte sie wechselweise schlafend und hechelnd in ihrem Körbchen mit uns im Wohnzimmer und wir gingen zum Lösen immer wieder mal in den Garten.

Um 21 Uhr war die Temperatur auf 36,7 Grad wieder angestiegen und Doria wechselte ab zwischen Buddeln in diversen Körbchen und hecheln. Ziegenmilch, gekochtes Hähnchen und das Kochwasser davon sowie Ei nahm sie dankbar an. So verbrachten wir die Zeit bis 6:30, ab da begann Doria an Oberschenkeln zu zittern. Sie hechelte nun quasi dauerhaft durch.

Die eigentliche Geburt begann am 1. April, dem 61. Trächtigkeitstag, mit einem Schwall Fruchtwasser um 8:15 Uhr. Knapp eine Stunde später um 9:18 begrüßten wir unseren ersten Welpen aus dem B-Wurf.

Willkommen auf der Welt, Frau Rosa – 9:18 Uhr, 144 Gramm

Innerhalb von einer halben Stunde hat Doria gleich vier Welpen geboren – da war zwischendurch keine Zeit für Sentimentalitäten und Fotos, die Versorgung der Welpen ging vor. Doria half toll mit und hat jeden Welpen ausgiebig abgeschleckt.

Willkommen auf der Welt, Herr Gelb – 9:30 Uhr, 235 Gramm

Willkommen auf der Welt, Herr Hellgrün, 9:40 Uhr, 212 Gramm und hellgeboren

Willkommen auf der Welt, Frau Hellblau, 9:49 Uhr, 190 Gramm

Danach war uns und Doria erstmal eine kleine Pause gegönnt, die wir zum Durchatmen auch dringend benötigten.

Willkommen auf der Welt, Herr Dunkelblau, 10:19 Uhr, 204 Gramm

Während der kurzen Pause von etwa einer halben Stunde waren wir damit beschäftigt zu bewachen, dass alle Welpen trinken und die Zitzen selbständig oder mit Hilfe wieder erreichen, wenn sie sie verloren haben.

Willkommen auf der Welt, Herr Lila, 10:54 Uhr, 204 Gramm

Willkommen auf der Welt, Herr Pink, 11:34 Uhr, 208 Gramm

Weiter ging es immer mit ein bisschen Pause – und immer wieder mit einem Rüden – wir waren wirklich beeindruckt!

Willkommen auf der Welt, Herr Rot, 12:41 Uhr, 178 Gramm und hellgeboren

Willkommen auf der Welt, Herr Orange, 13:10 Uhr, 238 Gramm und hellgeboren

Willkommen auf der Welt, Herr Braun, 13:28 Uhr, 194 Gramm

Nach so vielen Rüden durften wir doch noch eine Hündin begrüßen.

Willkommen auf der Welt, Frau Dunkelgrün, 14:10 Uhr, 216 Gramm und hellgeboren

Sie war in ihrer Fruchtblase etwas zusammengerollt und Doria brauchte einige Presswehen, um sie rauszubekommen. Damit wir sie anschließend schnell versorgen konnten, mussten wir sie ganz nah an Dorias Vulva abnabeln, da die Plazenta noch drin war, wir aber nicht noch länger warten wollten, denn sie wirkte etwas schlapp.

Mit etwas Puppy Stim bekamen wir sie schnell fit und sie schaffte es dann auch selbständig zu trinken. Was für eine Erleichterung!

Wir ließen Doria mit den Welpen weiterhin in der Wurfwanne und warteten darauf, ob die Plazenta noch kommen würde und ob das nun tatsächlich das Ende der Geburt war. Doria hatte uns innerhalb von 5 Stunden 11 wunderschöne Welpen geschenkt.

Nachdem gut zwei Stunden später Doria weiterhin sehr entspannt war, nicht mehr gepresst hat und auch die Plazenta nicht mehr kam, entschieden wir, dass die Geburt offensichtlich vorbei war. Was für ein B-Wurf – einfach wieder eine 11er Mannschaft! Wir waren sehr beeindruckt betteten Mama und Kinder in die Wurfbox um.

Leider kam die Plazenta auch am nächsten Tag nicht raus und da Doria inzwischen anfing, manchmal zu pressen und auch keine Schleimreste beim Abduschen zu finden waren, entschieden wir – nach Beratung mit Astrid und unserer Zuchtwartin Birgit – dass wir mit der Tierarztpraxis am Dorney, von der wir uns in Zuchtbelangen betreuen lassen, Kontakt aufnehmen. Nachmittags hatten wir dann einen Termin bekommen. Doria wurde abgetastet und leider bestätigte sich im Ultraschall der Verdacht, dass noch ein toter Welpe drinsteckte. Im Röntgenbild zeigte sich, dass er querliegend im Geburtskanal steckte und Doria ihn auch durch wehenanregende Mittel niemals selbständig gebären könnte. Sie musste sich deshalb einem Kaiserschnitt unterziehen.

Währenddessen schliefen die Welpen zuhause sehr entspannt und aneinander gekuschelt und wir fütterten sie einmal mit Welpenmilch aus der Nourrinou Bibi. So überbrückten wir die Zeit gut, in Gedanken natürlich immer bei Stefan und Doria.

Die Narkose und OP hat Doria sehr gut überstanden. Die Naht wurde subkutan durchgeführt. Diese Art von Naht ist eine chirurgische Technik zur Adaptation des Unterhautfettgewebes (Subkutis), um Wundränder zu verbinden und Spannungen auf die Hautoberfläche zu minimieren. Sie dient oft als Vorstufe zur intrakutanen Hautnaht, fördert eine ästhetisch bessere Narbenbildung und wird meist mit resorbierbarem Fadenmaterial durchgeführt. Antibiose und Schmerzmittel wurden so gewählt, dass Doria direkt zuhause die Welpen wieder selbst säugen durfte und durch die subkutane Naht können die Welpen keine Nahtstellen öffnen, oder sich am Nahtmaterial verletzen oder es verschlucken.

Doria war natürlich geschwächt und noch sehr müde, aber sie hat ihre Welpen sofort abgeleckt und sie auch direkt wieder saugen lassen. Wir sind so stolz auf Doria und froh, dass sie diese Komplikation so gut überstanden hat.

Als fühlten die kleinen Welpen Dorias Zustand kamen immer wieder mal welche zum Kuscheln an ihren Hals – ich bin davon überzeugt, dass auch erst einen Tag alte Kromis so sensibel sein können und spüren, dass ihre Mama gerade ein großes Problem bewältigen musste.

Inzwischen haben alle wieder etwas Kraft gesammelt. Die Welpen rangeln um die besten Zitzen, Doria kommt langsam wieder zu Kräften und frisst auch schon wieder etwas besser. Wir haben den Eindruck, dass alle 8 Jungs und 3 Mädels fit und munter sind und wir alle elf auch durchkriegen.

Drückt uns die Daumen!

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt natürlich auch Papa Dayko mit Nicole und Steffen, die uns so herzlich empfangen haben und zu Recht sehr stolz auf Daykos allerersten Wurf sind. Wir nennen Dayko ab jetzt „Rüdenmacher“ und freuen uns schon sehr auf euren Besuch.

Trainer Doria und ihre zweite Fußballmannschaft… Ist es Zufall, dass beim A-Wurf EM und beim B-Wurf WM stattfinden? Wir danken von ganzem Herzen Astrid, Birgit, unseren A-Teams und unseren zukünftigen Welpenfamilien für eure Hilfsbereitschaft, das Mitfiebern, Daumendrücken und ganz viel positiven Zuspruch und Halt – wir lernen alle von- und miteinander – was für eine schöne Kromunity!

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