Dorias erster Campingurlaub

Im Oktober 2021 verbrachten wir eine Woche der Herbstferien auf unserer Lieblingsinsel Texel. Dieser Herbsturlaub hatte eindeutig Abenteuer-Faktor.

Vor dem Urlaub ging plötzlich die komplette hintere Beleuchtung unserer Henriette nicht mehr – nach längerer Suche und Durchmessen der (intakten) Steckverbindung fanden wir endlich den Fehler in der Verteilerdose hinter einem Schrank und konnten das lockere Kabel wieder befestigen.

Voller positiver Urlaubsstimmung fuhren wir morgens los, Günni mit seinen Leuten im Auto hinter uns. Auf dem Campingplatz bauten wir alles auf und mussten dann feststellen, dass der Mikroschalter am Küchenwasserhahn defekt war (zuhause ging er noch). Dann entnahmen wir das Wasser eben immer aus dem Bad, durch diese Kleinigkeiten wollten wir uns den Urlaub ja nicht verderben lassen. Zuhause wurde das später gecheckt und ersetzt.

Die ersten Tage genossen wir sonniges Wetter und wanderten durch die schöne Texelsche Natur und natürlich am Strand entlang. Doria hatte gar keine Scheu vor der Nordsee und tapste munter in der Brandung herum.

Nach wenigen Tagen bekam Barky eine Pfoten-Entzündung = Tierarztbesuch, dadurch waren leider keine Spaziergänge mehr an Strand und Meer sondern nur noch auf der Wiese rund um den Campingplatz möglich. Gleichzeitig schlug das Wetter um.

Zwei Tage vor Abreise haben wir aufgrund des Sturms unser Vorzelt vorzeitig bei Wind und Regen abgebaut und alles zum Glück heile und abgetrocknet in unserer Henriette verstaut. Was für eine nasse und matschige Aktion…

Am vorletzten Abend fiel dann kurzzeitig im ganzen Park das Wasser aus.

Während ich das alles revuepassieren ließ, schaukelt die alte Dame sanft im Sturm, die Heizung lief zuverlässig, ich lauschte dem Prasseln des Regens auf das gute alte Doppeldach und genoss voller tiefer, inniger Dankbarkeit das Gefühl der Sicherheit und der wohligen Geborgenheit, die unsere Henriette mir schenkte.

Doria fühlte sich trotz all dieser Erlebnisse äußerst wohl in der Henriette und genoss die gemeinsame Zeit mit uns allen sehr. Einen entspannten Kromi bringt eben nichts aus der Ruhe!

Der nächste Urlaub darf gerne wieder entspannter sein, aber definitiv schweißt uns das weiter zusammen.

Dorias erste Läufigkeit

Anfang Oktober war es soweit, wir entdeckten die ersten Blutströpfchen bei Doria. Eine spannende Zeit erwartete uns. Wir hatten das Tragen der Läufigkeitshöschen vorher geübt, damit wir sicher waren, dass Doria sie sich im Ernstfall nicht ausziehen würde.

So ertrug sie ihre erste Läufigkeit etwas verwundert und jammerte zwischendurch ein wenig.

Doria war während dieser Zeit sehr verschmust und anhänglich und suchte dauernd Barkys Nähe, der das mit einer Engelsgeduld ertrug. Enger Körperkontakt war Doria sehr wichtig und Barky half ihr, wo er nur konnte.

Ganz ohne Probleme war die Läufigkeit zum Glück genau vor unserem Texel-Urlaub abgeschlossen, so dass Doria im Wohnwagen wieder ohne Höschen herumlaufen konnte und für andere Rüden auch nicht zu stark duftete. Das war Timing…

Barky schwimmt

Am 5. September 2021 ist Barky zum ersten Mal richtig geschwommen. Mir ist fast das Herz in die Hose gerutscht, aber beginnen wir mal von Anfang an…

Wir waren mit Günni zu einer Runde im Gebiet „Auf dem Brink“/“Schacht V“ verabredet und starteten freudig zu unserem Spaziergang.

Erst führte uns der Weg durch ein Waldgebiet mit kleinem Bach, an dem wir schon einige lustige Fotos schossen.

Dann ging es vorbei an einem kleinen Teich. Die Hunde zeigten sich sehr interessiert, es war ein warmer Tag, also warf ich für Barky ein kleines Stöckchen ins Wasser. Dank des Dummytrainings war er motiviert, mir dieses zurückzubringen.

Doria trippelte ganz aufgeregt am Ufer herum, während Barky sich ins Wasser stürzte – es war nicht tief und er konnte stehen. Doch plötzlich wurde der Teich zu tief. Barky war so auf das Stöckchen fixiert, dass er darauf gar nicht geachtet hatte. Er stutzte einen ganz kleinen Moment, ich sah mich schon hinterher springen und ihn retten, doch da siegte der Instinkt und Barky schwamm einfach weiter auf das Stöckchen zu.

Ich war ganz mächtig stolz auf Barky, dass er sich das getraut hat und nun seinem Namen „von der Ruhrhalbinsel“ alle Ehre machte. Auch Doria wäre fast hinterhergestiegen, hat sich dann aber doch nicht richtig getraut. Barky holte das Stöckchen und brachte es zu mir zurück…

Sicher und stolz kam er aus dem Wasser und zögerte nicht, auch noch ein zweites Mal ein Stöckchen zu holen. Das war dann aber genug für mein aufgeregtes Mama-Herz, pitschnass und etwas schmutzig machten wir uns schnell auf den Heimweg.

Zuhause duschte ich ihn sauber, trocknete ihn ordentlich ab und wir genossen einen ruhigen und gemütlichen Abend. Das war ein ganz schön aufregender Spaziergang und gleichzeitig eine wundervolle Erfahrung.

Verified by MonsterInsights