Barky und Doria wachsen zusammen

Wie funktioniert das eigentlich, wenn man zu einem Hund einen zweiten Hund dazu nimmt? Diese Frage hatten wir uns damals auch gestellt und rückblickend können wir sagen, dass das mit Barky und Doria sehr harmonisch verlief, auch wenn es uns in den ersten beiden Tagen nicht so vorkam.

Anfangs durfte Doria sich zuhause gar nicht bewegen, ohne dass Barky sie zurechtgewiesen hat. Er suchte in der Zeit vermehrt erhöhte Liegeplätze auf, während Doria sich strikt nur auf dem Boden aufhalten durfte.

Doria war jedoch sehr neugierig und suchte immer wieder Barkys Nähe. Sie zeigte sich dabei vorsichtig und respektvoll und so dauerte es wirklich nur zwei Tage, bis Barky sie gewähren ließ.

Schnell wurde Doria mutiger und auch frecher, doch Barky störte sich nicht daran. Erst in dieser Zeit wurde uns bewusst, wie sozial er tatsächlich war und wie geduldig und liebevoll er Dorias Kuschelbedürfnis akzeptierte.

Oft konnten wir die beiden beim sozialen Spiel beobachten und wir bewunderten die beiden, wie vorsichtig sie doch miteinander umgingen.

Wir merken, wie gut beiden die Anwesenheit des jeweils anderen tut und sind davon überzeugt, dass Mehrhundehaltung eine wundervolle Möglichkeit ist, das Hunde artgerecht aufwachsen und miteinander kommunizieren und agieren können. Was für eine besondere Erfahrung, die wir da erleben dürfen.

Dorias erster Campingurlaub

Im Oktober 2021 verbrachten wir eine Woche der Herbstferien auf unserer Lieblingsinsel Texel. Dieser Herbsturlaub hatte eindeutig Abenteuer-Faktor.

Vor dem Urlaub ging plötzlich die komplette hintere Beleuchtung unserer Henriette nicht mehr – nach längerer Suche und Durchmessen der (intakten) Steckverbindung fanden wir endlich den Fehler in der Verteilerdose hinter einem Schrank und konnten das lockere Kabel wieder befestigen.

Voller positiver Urlaubsstimmung fuhren wir morgens los, Günni mit seinen Leuten im Auto hinter uns. Auf dem Campingplatz bauten wir alles auf und mussten dann feststellen, dass der Mikroschalter am Küchenwasserhahn defekt war (zuhause ging er noch). Dann entnahmen wir das Wasser eben immer aus dem Bad, durch diese Kleinigkeiten wollten wir uns den Urlaub ja nicht verderben lassen. Zuhause wurde das später gecheckt und ersetzt.

Die ersten Tage genossen wir sonniges Wetter und wanderten durch die schöne Texelsche Natur und natürlich am Strand entlang. Doria hatte gar keine Scheu vor der Nordsee und tapste munter in der Brandung herum.

Nach wenigen Tagen bekam Barky eine Pfoten-Entzündung = Tierarztbesuch, dadurch waren leider keine Spaziergänge mehr an Strand und Meer sondern nur noch auf der Wiese rund um den Campingplatz möglich. Gleichzeitig schlug das Wetter um.

Zwei Tage vor Abreise haben wir aufgrund des Sturms unser Vorzelt vorzeitig bei Wind und Regen abgebaut und alles zum Glück heile und abgetrocknet in unserer Henriette verstaut. Was für eine nasse und matschige Aktion…

Am vorletzten Abend fiel dann kurzzeitig im ganzen Park das Wasser aus.

Während ich das alles revuepassieren ließ, schaukelt die alte Dame sanft im Sturm, die Heizung lief zuverlässig, ich lauschte dem Prasseln des Regens auf das gute alte Doppeldach und genoss voller tiefer, inniger Dankbarkeit das Gefühl der Sicherheit und der wohligen Geborgenheit, die unsere Henriette mir schenkte.

Doria fühlte sich trotz all dieser Erlebnisse äußerst wohl in der Henriette und genoss die gemeinsame Zeit mit uns allen sehr. Einen entspannten Kromi bringt eben nichts aus der Ruhe!

Der nächste Urlaub darf gerne wieder entspannter sein, aber definitiv schweißt uns das weiter zusammen.

Dorias erste Läufigkeit

Anfang Oktober war es soweit, wir entdeckten die ersten Blutströpfchen bei Doria. Eine spannende Zeit erwartete uns. Wir hatten das Tragen der Läufigkeitshöschen vorher geübt, damit wir sicher waren, dass Doria sie sich im Ernstfall nicht ausziehen würde.

So ertrug sie ihre erste Läufigkeit etwas verwundert und jammerte zwischendurch ein wenig.

Doria war während dieser Zeit sehr verschmust und anhänglich und suchte dauernd Barkys Nähe, der das mit einer Engelsgeduld ertrug. Enger Körperkontakt war Doria sehr wichtig und Barky half ihr, wo er nur konnte.

Ganz ohne Probleme war die Läufigkeit zum Glück genau vor unserem Texel-Urlaub abgeschlossen, so dass Doria im Wohnwagen wieder ohne Höschen herumlaufen konnte und für andere Rüden auch nicht zu stark duftete. Das war Timing…

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